Risikofaktoren für Hörsturz

Frage: Obwohl ich erst 52 Jahre alt bin, hatte ich schon 2x einen Hörsturz. Gibt es Risikofaktoren und was kann ich zur Vorsorge tun?

Antwort:

Unter einem Hörsturz versteht man eine innerhalb von Sekunden oder Minuten auftretende Hörminderung, häufig auch mit einem Ohrgeräusch kombiniert. Als auslösende Ursachen dafür werden Viruserkrankungen (z.B. Grippe oder Masernviren) und akute Durchblutungsstörungen des Innenohres angenommen. Begünstigt wird das Auftreten eines Hörsturzes durch folgende bekannte Risikofaktoren: Bluthochdruck, alle Stoffwechselerkrankungen (Blutzucker, erhöhte Blutfette), Lärmbelastung und zahlreiche Medikamente.

Es gibt aber auch weniger bekannte Ursachen für das Auftreten plötzlicher Hörstörungen. Zu diesen zählt eine Überbeanspruchung der Halswirbelsäule durch bestimmte Tätigkeiten, wie z. B. das Ausmalen eines Raumes über Kopf, da dadurch auch die Durchblutung des Innenohres über die Wirbelarterien gedrosselt werden kann.

Auch das Fahren im Auto bei offenem Fenster und die dadurch ausgelöste Druckwelle kann eine Hörstörung auslösen. Gefährlich sind auch Tauchgänge und Flugreisen, wenn der Druckausgleich beim Schlucken nicht funktioniert.

Auch chronische Verspannungszustände der Nackenmuskulatur sind als Risikofaktor anzusehen und sollten daher physiotherapeutisch behandelt werden.

Teilen Sie diesen Inhalt auf: