Hörgeräte in der Tinnitus-Therapie

Frage:

Ich habe seit Jahren ein hohes singendes Ohrgeräusch, auch das Gehör ist schon etwas schlechter. Medikamente gegen das Ohrgeräusch habe ich schon vor Jahren erfolglos eingenommen. Gibt es noch eine andere Behandlungsmöglichkeit?

 

Antwort:

Ein Ohrgeräusch, das seit Jahren besteht, wird im Gehirn gespeichert „wie auf der Festplatte eines PC´s“. Es wird vom Patienten sogar dann weiterhin gehört , wenn das Gehör geopfert und der Hörnerv durchtrennt wird! Es gibt kein Medikament, das ihr Gehirn dazu veranlassen könnte, ein Ohrgeräusch „zu vergessen“. Sie können ihr Gehirn aber dazu bringen „umzulernen“ und das jahrelang eingespeicherte „Ohrgeräusch“ abzutrainieren. Dazu helfen am Abend beim Schlafengehen so einfache Maßnahmen wie ein angenehme leise Geräuschkulisse (Musik, Zimmerspringbrunnen) und eine Entspannungstechnik. Tagsüber hat sich für alle schwerhöhenden Patienten die Verwendung kleiner, unsichtbarer High-tech Hörgeräte extrem bewährt. Diese „Tinnitus-Killer“ werden vom Akustiker speziell programmiert und machen für den Patienten bisher ungehörte Obertöne wieder hörbar. Das Ergebnis ist frappant: durch ds nun wieder wahrnehmbare Oberton-Spektrum verschwindet das Ohrgeräusch meist schon in wenigen Sekunden, da es „maskiert“ wird. Die heute zur Verfügung stehende Hörgeräte- Technologie ermöglicht eine nichtmedikamentöse Tinnitus-Therapie durch den Einsatz von fast unsichtbaren Hörgeräten als hochwirksame „Tinnituskiller

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